Van der Bellen–Unterstützer Karas trifft Vertreter des radikalen Islam

2. Dezember 2016
Mag. Franz Obermayr

karas

Utl.: Die „Muslimische Jugend Österreichs“ MJÖ gilt bei Experten als gut organisierter islamistischer Nachwuchs mit Verbindungen zur radikal–islamistischen Moslembruderschaft.

Wie kürzlich bekannt wurde, empfing ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas im EU-Parlament einen Vertreter der Muslimischen Jugend Österreichs (MJÖ). Die Muslimische Jugend Österreichs weist in ihrer Entstehungsgeschichte immer wieder problematische Verbindungen zur führenden Akteuren der Muslimbrüder und anderer Islamisten in Europa auf. So steht die MJÖ in Verbindung zur „Islamischen Föderation“.

 

Bei dieser „Islamischem Föderation“ handelt es sich um den Dachverband des Milli Görüs („Nationale Sichtweise“). Diese länderübergreifende islamische Bewegung ist in vielen Staaten wegen islamistischer Tendenzen umstritten – das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz attestiert Milli Görüs  ein „antidemokratisches Staatsverständnis“  und eine „Ablehnung  westlicher Demokratien“.

 

Eine Unterorganisation der MJÖ, die Jungen Musliminnen Österreichs (JMÖ), gibt unumwunden zu: „Auf europäischer Ebene arbeitet die MJÖ als Mitglied des europäischen Dachverbands Forum of European Muslim Youth and Student Organisations (FEMYSO).“ Diese FEMYSO wurde bereits 2005 vom deutschen Verfassungsschutz als von der Moslem-Bruderschaft dominiert eingeschätzt.

 

„Es ist daher nicht nachzuvollziehen, warum ausgerechnet der ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament diesem Verein eine Bühne gibt. Diese Verirrungen scheinen aber bei der ÖVP Tradition zu haben, denn selbst der Innenminister ist kürzlich bei der 20 Jahres Feier dieses Klubs aufgetreten. Es scheint auch niemanden zu interessieren, dass die Gruppe tatsächlich mit FEMYSO – einer Jugendorganisation die ziemlich alle Kinder von wichtigen Islamisten der letzten 30 Jahre vereint – in engem Kontakt stand, ja sogar Mitglied war“, so Obermayr.

 

„Ich hätte mir im christlich-sozialen Umfeld mehr Fingerspitzengefühl im Umgang mit Religion erwartet. Auf diese Weise helfen wir lediglich, den radikalen Kräften des Islam sich bei uns zu etablieren. Die gut integrierten, gemäßigten Muslime hingegen,       werden von Gruppen wie der MJÖ weder repräsentiert, noch erhalten sie dadurch eine Stimme“, ist der freiheitliche EU-Mandatar überzeugt.