Aufhebung der gemeinsamen Strompreiszone macht in Österreich Strom teurer

20. June 2016
Mag. Franz Obermayr

Franz ObermayrMehrkosten von 300 Millionen würden Industriestandort Oberösterreich enorm treffen – mehr Engagement von Bundesminister Mitterlehner erforderlich

Wien (OTS) – MEP Mag. Franz Obermayr weist auf die Gefahren einer möglichen Aufhebung der gemeinsamen Strompreiszone zwischen Österreich und Deutschland hin. Hintergrund des möglichen Endes des gemeinsamen Strommarktes ist eine Beschwerde Polens bei der EU-Energieagentur Acer (Agency for the Cooperation of Energy Regulators). Deutscher Strom aus den Windkraftwerken im Norden läuft wegen Netzschwierigkeiten häufig über Polen Richtung Süden – und belastet damit polnische Leitungen. Würde der Strom nicht mehr über diese Leitungen transportiert, fallen höhere Transaktionskosten an. Dies hätte zur Folge, dass auch der Strompreis steigen würde.

Obermayr dazu: „Die Aufhebung des gemeinsamen Strommarkts hätte katastrophale Folgen für die heimische Industrie, aber auch für private Haushalte. Für einen privaten Haushalt würde das Mehrkosten von rund sechs Prozent im Jahr bedeuten.“ Gerade die energieintensive Schwerindustrie in Oberösterreich würde unter einer Erhöhung leiden.

Obermayr: „In Zeiten vermehrter Standortdiskussionen sind Maßnahmen, die den Standort Österreich noch unattraktiver werden lassen mehr als kontraproduktiv. Zehntausende heimische Arbeitsplätze stehen schlussendlich auf dem Spiel. Wirtschaftsminister Mitterlehner ist dringend aufgefordert, in dieser Angelegenheit ergebnisorientierte Gespräche mit seinem deutschen Amtskollegen Siegmar Gabriel zu führen.“

Quelle: OTS