EU muss im Nahen Osten aktiv die Rechte von Christen einfordern

15. März 2018
Mag. Franz Obermayr

EU muss im Nahen Osten aktiv die Rechte von Christen einfordernÜberparteiliches Symposium in EU-Parlament gibt verfolgten Christen eine Stimme

Interfraktionelles Plädoyer gegen Verfolgung von Christen im Nahen Osten: Am gestrigen Mittwoch, den 14. März 2018, nahm sich der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr gemeinsam mit den beiden Abgeordneten Thomas Mann (EVP-Fraktion) und Miroslaw Piotrowski (ECR-Fraktion) des Themas im Europaparlament in Straßburg an. „Nachdem ich die Lage von geflohenen Christen im Irak selbst gesehen habe und feststellen musste, dass ihr Schicksal im Parlament nur eine untergeordnete Rolle spielt, war es mir wichtig, ihnen mit dieser Veranstaltung eine Stimme zu geben“, erklärt Obermayr.

Lage der Christen verschlechtert sich laufend

Unter dem Veranstaltungstitel „2000 Jahre Christen im Nahen Osten. Ihr Leidensweg. Ihre Zukunft.“ gaben die Abgeordneten gemeinsam mit den drei Gästen, Jean Benjamin Sleiman, Erzbischof von Bagdad, Anba Damian, Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Norddeutschland, sowie Michel Varton, Direktor von Open Doors Frankreich, tiefe Einblicke in die Lage der christlichen Minderheiten im vorderasiatischen Raum. Nachdem die Staaten des Nahen Ostens auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors nach oben rücken und sich damit die Lage der Christen massiv verschlechtert, fordert Franz Obermayr: „Statt Untergliederungen islamistischer Organisationen wie der Muslimbruderschaft zu hofieren und zu fördern, sollte sich die EU für die Rechte verfolgter Christen aktiv einsetzen.“ Die Teilnehmer forderten die EU-Institutionen daher auf, Verträge und Fördermaßnahmen in Zukunft von der Lage verfolgter religiöser Minderheiten in den jeweiligen Staaten abhängig zu machen.